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Über 30 Jahre geschnarcht - eine lange Schnarcher Leidensgeschichte oder wie komme ich durchs Schnarchen ins Fernsehen?
Obwohl ich schon mit 14 Jahren deutlich und mit 20 schon recht laut geschnarcht habe, hätte ich damals bei der Frage: „Wie komme ich als Interviewpartner ins Fernsehen?“ an alles mögliche nur nicht ans Schnarchen gedacht. Mit 30 habe ich schon so laut geschnarcht, daß man es im Nachbarzimmer hören konnte. Beim Fernsehen bin ich nur immer häufiger eingeschlafen, das lag natürlich nur am Programm und nicht an mir!
Aber dann ab Anfang 40 habe ich mir immer mehr angewöhnt, innerhalb der Woche nur noch 4 Stunden lang zu schlafen. Die unvermeidliche Tagesmüdigkeit wurde mit immer größeren Mengen (kannenweise!) Kaffee vertrieben. An den Wochenenden habe ich dann versucht den Schlaf nachzuholen, aber natürlich vergeblich, denn durch das längere Schlafen wurde ich nur immer müder. Vorm Fernsehen habe ich dauernd geschnarcht und gelegentlich beobachtete Atemaussetzer konnten doch nicht so schlimm sein. Kopfschmerzen und die immer stärker werdende Tagesmüdigkeit empfand ich schließlich als normal, das war alles natürlich nur der Stress und die Angehörigen sollten mich nur endlich in Ruhe lassen. Krank war ich doch nicht!
Ich bekam immer häufiger Streit mit den Angehörigen, ich solle doch endlich zum Arzt. Aber erst als ich jede Nacht mehrmals mit Herzrasen wach wurde und 5 mal zum Wasserlassen raus mußte, da empfand ich das endlich auch nicht mehr als normal. Häufige Erkältungen, ein zu hoher Blutdruck und meine Frage an meinen Hausarzt: „Kann das mit meinem Schnarchen zu tun haben?“ haben schießlich dazu geführt, daß ich ins Schlaflabor zur Überprüfung des Schnarchens gekommen bin. Dort habe ich ein Überdruckbeatmungsgerät (CPAP) mit Maske fürs Schlafen bekommen. Durch diese Therapie füllte ich mich anfänglich ganz toll, wie zum Bäume ausreissen, aber ins Fernsehen kam ich deshalb natürlich immer noch nicht.
Durch eine nachfolgende Druckerhöhung bekam ich dann wieder Durchschlafprobleme mit zunehmender Tagesmüdigkeit und Unzufriedenheit. Durch den Besuch des „Bergischen Infotags“ der Selbsthilfe Schlafapnoe Wuppertal habe ich als Vorbild die muntere Gruppe von therapierten Schnarchern kennen gelernt. Damals dachte ich noch: „Toll wie gut die das machen, so etwas schaffe ich jetzt überhaupt nicht“. Aber das gute Vorbild hat mich ermuntert, in die Selbsthilfe einzutreten, so daß ich zusätzlich durch den Erfahrungsaustausch und viele weitere Informationen meine Maskenprobleme vollständig in den Griff bekommen habe.
Durch meine immer aktivere Mitarbeit in der Selbsthilfe kam es ein Jahr später dazu, daß ich als Vertreter unseres erkrankten Vorsitzenden, den nächsten „Bergischen Infotag“ der Selbsthilfe Schlafapnoe Wuppertal sogar leiten mußte. Daß ich dabei dem Fernsehen „Lokalzeit Bergisch Land“ ein Interview gegeben habe, habe ich dann in dem ganzen Stress so richtig erst vorm Fernseher wahr genommen. Nun war ich im Fernsehen und habe es gar nicht so richtig genießen können. Seitdem ich 5 Monate später als therapierter Schnarcher und als „Experte in Selbsthilfefragen“ richtig als Interviewpartner in der WDR Fernsehsendung „Mittwochs Live in Schmallenberg“ aufgetreten bin, kann ich nun aber mit Fug und Recht behaupten: „Man muß nur über 30 Jahren lang schnarchen, die Therapie aktiv mitgestalten und dann darüber reden, so kommt man ins Fernsehen“.
Ich hoffe mit dieser humorvollen „Schnarch- und Fernseh-Geschichte“ allen Schnarchern ein anregendes und aufmunterndes Beispiel eines „fit therapierten“ Schnarchers gegeben zu haben.
Ein erfolgreich therapierter Schnarcher und „Fernseh-Star“
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